Läppstein Körnung 220
Bacher · Läppstein

Läppstein Körnung 220

★★★★☆8,0/10 RedaktionswertungWie wir bewertenKörnung 220, Abricht-/Läppfunktion
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Wer regelmäßig mit Wassersteinen arbeitet, kommt am Abrichten nicht vorbei – der Bacher Läppstein erledigt genau diese Aufgabe zuverlässig und zu einem fairen Preis. Für alle, die nur gelegentlich schärfen oder ausschließlich Diamantsteine nutzen, die sich kaum verziehen, ist die Anschaffung dagegen zweitrangig.

Richtet verzogene Schleifsteine wieder planKörnung 220, aggressiv im AbtragKompakte HandformKein Ersatz für einen Schärfstein
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Kurz & knapp8.0/10

Der Bacher Läppstein schärft keine Klinge, sondern hält andere Schleifsteine plan – für rund 23 € im abrichtstein-Test 2026 eine sinnvolle Ergänzung für jeden, der seinen Kombistein regelmäßig nutzt. Ohne diesen Schritt verzieht sich jeder Wasserstein irgendwann und verfälscht den Schärfwinkel.

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Nicht jeder Stein in diesem Vergleich schärft eine Klinge – der Bacher Läppstein tut etwas anderes: Er hält andere Schleifsteine gerade. Wer schon einmal mit einem muldig geschliffenen Kombistein gearbeitet hat, kennt das Problem: Der Winkel, den man eigentlich halten will, verzieht sich unmerklich mit jeder unebenen Stelle im Stein. Genau dafür gibt es Abricht- oder Läppsteine wie diesen. Anders als die übrigen elf Produkte in diesem Vergleich landet der Bacher-Läppstein also nie an einer Messerklinge selbst, sondern arbeitet indirekt – und trotzdem hat er direkten Einfluss darauf, wie sauber jeder andere Schleifstein am Ende schärft.

Ein Stein für die anderen Steine

Der Bacher Läppstein besteht aus grobem Siliziumkarbid mit Körnung 220 und ist in einer kompakten, handlichen Form gehalten – deutlich kleiner als ein typischer Schärfstein, dafür genug, um flächig über die Oberfläche eines verzogenen Wasser- oder Kombisteins zu gleiten. Verarbeitung und Kantenverrundung wirken solide, ohne scharfe Grate, die beim Arbeiten stören. Anders als die übrigen Produkte in diesem Vergleich landet dieser Stein nie direkt an einer Messerklinge, sondern immer zwischen zwei Schärfsitzungen im Einsatz.

Im Detail: Abrichten statt Schärfen – der Unterschied zählt

Wasser- und Kombisteine tragen sich beim Gebrauch nie gleichmäßig ab. Meist entsteht in der Mitte des Steins eine leichte Mulde, weil dort der größte Teil der Klinge geführt wird, während die Ränder kaum berührt werden. Diese Unebenheit ist mit bloßem Auge oft kaum sichtbar, verfälscht aber jeden Schärfwinkel, den man eigentlich konstant halten will. Der Läppstein trägt mit seiner groben 220er-Körnung genau diese erhöhten Stellen wieder ab, bis die Fläche erneut plan ist. Bei stärker verzogenen Steinen braucht das mehrere Minuten kreisender Bewegungen; eine einfache Kontrolle mit Lineal oder gerader Kante zeigt, wann die Fläche wieder gleichmäßig ist. Wichtig ist dabei gleichmäßiger Druck über die gesamte Fläche des zu bearbeitenden Steins – wer nur in der Mitte drückt, verstärkt die vorhandene Mulde eher, statt sie zu beseitigen. Für breitere Kombisteine lohnt sich deshalb ein bewusst geführtes Muster in Achten oder parallelen Bahnen.

Brauche ich einen Abrichtstein wirklich?

Ja, sobald ein Schleifstein regelmäßig genutzt wird. Ohne Abrichten verzieht sich jeder klassische Wasser- oder Kombistein über die Zeit, und die entstehende Mulde macht einen konstanten Schärfwinkel praktisch unmöglich. Wer nur gelegentlich schärft, kann das Abrichten seltener einplanen – ganz weglassen sollte man es bei Steinen aus Korund oder Keramik aber nicht.

Wie oft solltest du abrichten?

Eine feste Regel gibt es nicht, ein einfacher Test schon: Eine gerade Kante – etwa der Rücken eines Wetzstahls – flach auf den Stein gelegt, zeigt an den Lichtspalten, wo Material fehlt. Zeigen sich sichtbare Lücken, ist Abrichten fällig. Bei intensiver Nutzung mehrmals wöchentlich kann das alle paar Wochen nötig sein, bei gelegentlichem Schärfen deutlich seltener. Wie sich Körnung und Winkel beim eigentlichen Messerschliff zusammenspielen, lässt sich unabhängig davon im Schärf-Trainer durchspielen.

Für wen geeignet?

Der Bacher Läppstein ist für alle sinnvoll, die bereits einen oder mehrere Wasser- oder Kombisteine besitzen und regelmäßig schärfen – ohne diesen Begleiter verziehen sich klassische Steine früher oder später unbemerkt. Wer ausschließlich Diamantsteine nutzt oder nur einmal im Jahr zum Stein greift, kann die Anschaffung erst einmal zurückstellen. Als Ergänzung zu den übrigen Schleifsteinen im Vergleich ist er kein Muss, aber eine der günstigsten Maßnahmen, um die Investition in die eigentlichen Schärfsteine langfristig zu schützen. Wer mehrere hochwertige Steine unterschiedlicher Körnung besitzt, spart mit einem einzigen Läppstein zudem den separaten Kauf teurerer Abrichtplatten für jede einzelne Körnungsstufe.

Weitere passende Produkte für jede Körnungsstufe zeigt die Bestenliste Schleifsteine.

Datenblatt

Technische Daten: Läppstein Körnung 220

Körnung220
FunktionAbrichten/Läppen anderer Schleifsteine, kein Klingenschliff
MaterialSiliziumkarbid
Maßeca. 20 x 6 cm
Zubehörkeines
Einweichzeitkurzes Besprühen mit Wasser genügt
EignungWassersteine und Kombisteine ab Körnung 220
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
8.2
Leistung
8.3
Handhabung
7.9
Preis-Leistung
8.4

Vorteile

  • Richtet muldig gewordene Wassersteine zuverlässig wieder plan, statt sie vorzeitig zu entsorgen
  • Körnung 220 trägt aggressiv genug ab, um auch stärker verzogene Steine in vertretbarer Zeit zu korrigieren
  • Kompakte Handform lässt sich unabhängig von der Größe des zu bearbeitenden Steins führen

Nachteile

  • Ersetzt keinen Schleifstein zur Klingenpflege – schärft selbst keine einzige Kante
  • Bei sehr großen Kombisteinen braucht das Abrichten von Hand spürbar mehr Zeit als mit einer festen Abrichtplatte
  • Ohne Führungsschiene verlangt gleichmäßiges Abrichten etwas Übung, damit keine neue Unebenheit entsteht
Im Vergleich

Läppstein Körnung 220 im Vergleich

Läppstein Körnung 220Läppstein Körnung 220Profi-Schleifstein-Set 3000/8000Profi-Schleifstein-Set 3000/8000Chosera SS-3000 Körnung 3000Chosera SS-3000 Körnung 3000
Gesamtwertung8.0/109.5/109.1/10
Preis22,90 €65,99 €101,55 €
Verarbeitung8.29.69.4
Leistung8.39.39.3
Handhabung7.99.18.8
Preis-Leistung8.48.37.9
TypLäppsteinSchleifstein-SetPremium-Stein
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Unser Fazit

Fazit

Wer regelmäßig mit Wassersteinen arbeitet, kommt am Abrichten nicht vorbei – der Bacher Läppstein erledigt genau diese Aufgabe zuverlässig und zu einem fairen Preis. Für alle, die nur gelegentlich schärfen oder ausschließlich Diamantsteine nutzen, die sich kaum verziehen, ist die Anschaffung dagegen zweitrangig.

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Zuletzt geprüft: 13.7.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Testmethodik

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Läppstein Körnung 220

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Läppstein Körnung 220.

Was macht ein Läppstein eigentlich, wenn er keine Klinge schärft?

Er hält die Oberfläche anderer Schleifsteine plan. Wasser- und Kombisteine tragen sich beim Schärfen ungleichmäßig ab, meist in der Mitte stärker als an den Rändern. Der Läppstein reibt diese Mulde wieder gerade, damit der Schärfwinkel beim nächsten Einsatz nicht verfälscht wird.

Wie oft sollte ich meinen Schleifstein abrichten?

Als grobe Faustregel: sobald bei einer geraden Kante oder einem Lineal auf dem Stein sichtbare Lücken entstehen. Bei regelmäßiger Nutzung ist das oft alle paar Wochen der Fall, bei gelegentlichem Schärfen entsprechend seltener.

Funktioniert der Bacher Läppstein auch bei Diamantsteinen?

Nein, Diamantsteine sind auf einer harten Metallplatte fixiert und verziehen sich praktisch nicht – sie brauchen kein Abrichten in diesem Sinn. Der Läppstein ist speziell für klassische Wasser- und Kombisteine aus Korund oder Keramik gedacht.

Kann ich mit Körnung 220 auch eine Klinge nachschärfen, wenn kein anderer Stein da ist?

Technisch ja, empfehlenswert nicht. Der Läppstein ist für den aggressiven, flächigen Abtrag beim Planschleifen optimiert, nicht für die kontrollierte Kantenführung an einer Klinge. Für die Messerschärfe bleibt ein dedizierter Schleifstein die bessere Wahl.