Zwischen dem klassischen Steckblock mit festen Schlitzen und der offenen Magnetleiste an der Wand gibt es noch eine dritte Möglichkeit, die selten so konsequent umgesetzt wird wie hier: ein Block, der Holzoptik, Magnethalterung und einen drehbaren Teller kombiniert. mahona verspricht damit die Flexibilität einer Magnetleiste in einem Standformat, das ohne Wandmontage auskommt.
Aufbau und erster Eindruck
Von außen wirkt der Block wie ein gewöhnlicher Holz-Messerblock, nur runder und flacher als die üblichen hohen Steckblöcke. Das Akazienholz-Gehäuse ist glatt verarbeitet, ohne raue Kanten. Im Inneren sitzt statt fester Schlitze eine Reihe starker Magnete, auf die sich Klingen von oben auflegen lassen – der eigentliche Clou ist aber der Drehteller, der sich per Fingerdruck um die eigene Achse dreht und so jedes eingeräumte Messer in Reichweite bringt, egal von welcher Seite man am Block steht.
Für eine Kochinsel, an der mehrere Personen gleichzeitig arbeiten, ist dieses Detail spürbar praktischer als ein starrer Block, bei dem immer nur eine Seite bequem erreichbar ist.
Im Detail: Magnet statt Schlitz – wie gut funktioniert das wirklich?
Der zentrale Unterschied zu klassischen Steckblöcken wie einem Coninx-Modell liegt in der Anpassungsfähigkeit: Statt einer festen Schlitzbreite, die manche Klingen zu eng oder zu locker passen lässt, hält der Magnet jede Klinge unabhängig von ihrer Breite – vom schmalen Officemesser bis zum breiten Nakiri. Voraussetzung ist lediglich magnetisierbarer Stahl, was bei den allermeisten Koch- und Alltagsmessern der Fall ist.
In der Praxis braucht es eine kurze Eingewöhnung: Wer die Klinge schräg oder nur mit der Spitze auflegt, riskiert einen wackeligen Sitz. Flach und mittig aufgesetzt, hält der Magnet aber auch schwerere Kochmesser zuverlässig fest. Ein Vorteil gegenüber geschlossenen Holzschlitzen: Die offene Bauweise lässt Feuchtigkeit an der Klinge schneller abtrocknen, was das Risiko von Korrosion oder muffigen Gerüchen im Schlitzinneren reduziert, wie es bei Steckblöcken gelegentlich vorkommt.
Die Fläche des Drehtellers bietet außerdem genug Abstand zwischen den einzelnen Messern, sodass Klingen sich beim Herausnehmen nicht gegenseitig berühren oder verkratzen – ein Vorteil, den enge Steckblock-Schlitze bei dicht beieinanderliegenden Öffnungen nicht immer bieten.
Für wen lohnt sich die drehbare Magnetlösung?
Vor allem für Haushalte mit einer bunt gemischten Messersammlung unterschiedlicher Klingenbreiten und für Küchen mit Kochinsel, an denen mehrere Personen gleichzeitig Zugriff brauchen. Wer ein einheitliches Set mit gängigen Klingenbreiten besitzt, kommt mit einem klassischen Steckblock aus der Kategorie Schneidebretter & Aufbewahrung oft günstiger und ohne Eingewöhnungszeit zurecht.
Pflege: Gehäuse trocken halten, Magnete nicht überlasten
Das Akazienholz-Gehäuse braucht dieselbe Pflege wie andere Holzblöcke: trocken abwischen, nicht einweichen, gelegentlich mit Holzöl behandeln. Die Magnete selbst sind wartungsfrei, sollten aber nicht mit sehr schweren, magnetfremden Gegenständen belastet werden, um ihre Haltekraft über Jahre zu erhalten. Klingen vor dem Auflegen kurz trockenreiben, dann bleibt auch das Metall rostfrei. Wer parallel die Schärfe seiner Messer im Blick behalten will, findet praktische Grundlagen im Schärf-Trainer.
Für wen geeignet?
Dieser Messerblock ist die richtige Wahl für alle, die Flexibilität bei unterschiedlichen Klingenbreiten schätzen, an einer Kochinsel arbeiten oder einfach die Optik eines drehbaren Holzblocks mögen. Wer ein einheitliches Messerset mit gängigen Breiten hat und maximale Führung durch feste Schlitze bevorzugt, ist mit einem klassischen Steckblock ebenso gut und meist günstiger bedient.
Auch für Haushalte, die ihre Messersammlung über die Jahre erweitern und dabei immer wieder neue Klingenbreiten dazukommen, ist die Magnetlösung zukunftssicherer als ein Steckblock mit fest vorgegebenen Schlitzmaßen, die irgendwann nicht mehr zu jedem neuen Messer passen.
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