Neben Santoku und Messerset gehört auch ein klassisches 20-cm-Kochmesser zur Jamie-Oliver-Kollektion von Tefal – die Allrounder-Variante für alle, die lieber mit der spitz zulaufenden Kochmesser-Silhouette arbeiten als mit der breiten Santoku-Form. Der bekannte Name auf der Verpackung macht das Messer zu einer risikoarmen Wahl für alle, die zum ersten Mal gezielt ein eigenständiges Kochmesser statt eines Sets kaufen.
Klassische Silhouette statt Santoku-Form
Die Klinge läuft nach vorne spitz zusammen, klassisches Kochmesser-Design statt der flachen Santoku-Kurve. Der Kunststoffgriff ist ergonomisch geformt und mit rund 155 g angenehm leicht, was gerade Einsteigern mit noch ungeübter Klingenführung entgegenkommt. Verarbeitungsseitig bewegt sich das Messer im erwarteten Rahmen für diese Preisklasse: solide, ohne Fehlstellen, aber ohne den Anspruch, mit geschmiedeten Klingen mitzuhalten. Am Übergang zwischen Klinge und Griff sitzt eine sichtbare Kunststoffniete, die etwas schlichter wirkt als die Metallnieten teurerer Marken, funktional aber keine Probleme bereitet – Wackeln oder Lösen sind auch nach längerer Nutzung nicht zu erwarten.
Im Detail: Eishärtung und Schnittverhalten bei Gemüse und Fleisch
Tefal wirbt für die Jamie-Oliver-Kollektion mit einer speziellen Eishärtung, die die Schneide widerstandsfähiger machen soll als einfache Stanzklingen. Im Alltag zeigt sich das bei Tomaten und Zwiebeln als ordentliche, saubere Schnittleistung ohne größeren Kraftaufwand. Bei zäherem Fleisch mit Sehnen oder faserigem Sellerie merkt man schneller als bei geschmiedeten Klingen, dass die Schärfe nachlässt – für den durchschnittlichen Küchenalltag mit Gemüse, Obst und unkompliziertem Fleisch reicht die Leistung aber gut aus. Bei Kräutern zeigt sich die Klinge angenehm sauber, solange sie regelmäßig nachgezogen wird – ein Wetzstahl gehört bei diesem Preissegment fast schon zur Grundausstattung, wenn die Schärfe über mehrere Wochen konstant bleiben soll.
Lohnt sich das Kochmesser gegenüber dem Santoku der gleichen Serie?
Das hängt vom eigenen Schneidestil ab: Wer viel wiegt und mit der Spitze arbeitet, etwa beim Zerlegen von Fleisch oder feinem Julienne-Schnitt, ist mit der klassischen Kochmesser-Form besser bedient. Wer vor allem Gemüse in großen Mengen verarbeitet und die breite Flanke zum Umfüllen nutzen will, greift eher zum Santoku derselben Kollektion. Klinge, Stahl und Preis sind bei beiden praktisch identisch, sodass die Entscheidung fast ausschließlich eine Frage der bevorzugten Klingenform bleibt und nicht der Qualität. Wer sich unsicher ist, sollte im Fachhandel beide Formen probehalten, bevor er sich für eine der beiden entscheidet, denn die Vorliebe für eine bestimmte Klingenkontur ist letztlich Geschmackssache. Beide Varianten eignen sich gleichermaßen gut als erstes eigenständiges Messer für den Einstieg in die eigene Küchenausstattung. Wer beide Formen im Alltag braucht, findet in der Jamie-Oliver-Kollektion auch ein kombiniertes Messerset, das Kochmesser und Santoku zusammen etwas günstiger anbietet als der Einzelkauf beider Modelle.
Pflege im Alltag
Tefal gibt das Messer als spülmaschinengeeignet an, was für Einsteiger-Haushalte praktisch ist. Wer die Schärfe länger erhalten will, spült trotzdem besser von Hand und trocknet sofort ab. Ein einfacher Wetzstahl alle paar Tage hält die Klinge im Alltag arbeitsfähig, für die Grundschärfe reicht ein 1000er Schleifstein. Wer den passenden Anstellwinkel noch üben möchte, kann das gefahrlos im Schärf-Trainer durchspielen.
Für wen geeignet?
Das Tefal Jamie Oliver Kochmesser eignet sich für alle, die ein günstiges, unkompliziertes Kochmesser & Gyuto mit bekanntem Markennamen suchen – etwa als erstes eigenes Messer, für die WG-Küche oder als Geschenk ohne Kaufrisiko. Wer täglich intensiv kocht und langfristig in Schnitthaltigkeit investieren will, findet in der nächsten Preisstufe ab rund 70 Euro spürbar mehr Substanz, etwa bei geschmiedeten Modellen mit dokumentierter Stahlhärte und besserer Schnitthaltigkeit im Alltag.
Einen breiteren Überblick gibt unsere Bestenliste Kochmesser.



