Classic Nakiri 17 cm
Wüsthof · Nakiri
Testsieger 2026

Classic Nakiri 17 cm

★★★★★4.7 · 1.380 Bewertungen17 cm, X50CrMoV15, 58 HRC
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 10.7.2026

Das Wüsthof Classic Nakiri ist die solide, langlebige Wahl für alle, die ein Solinger Markenmesser mit nachvollziehbarer Fertigung wollen und regelmäßig Gemüse schneiden. Wer nur sporadisch kocht oder ein knapperes Budget hat, bekommt in diesem Vergleich für weniger Geld ebenfalls scharfe Klingen – zahlt dafür aber mit Abstrichen bei Verarbeitung oder Herkunft.

Kullenschliff gegen AnhaftenPEtec-Präzisionsschliff ca. 14°Aus einem Stück geschmiedetMade in Solingen
Preisvergleich
1 Shop
Bester Preis
Amazon
Originalverpackt
Auf Lager
108,29 €
Zum Shop →
Preise inkl. MwSt., zzgl. Versand. Affiliate-Links.
Kurz & knapp9.4/10

Das Wüsthof Classic Nakiri führt den Nakiri-Test 2026 an: Solinger Schmiedestahl X50CrMoV15, 58 HRC und ein Kullenschliff, der Kartoffeln und Rote Bete nicht an der Klinge kleben lässt. Für rund 108 € bekommst du ein Messer für Jahrzehnte – wer nur gelegentlich Gemüse schneidet, fährt mit günstigeren Modellen im Vergleich sparsamer.

Preis bei Amazon prüfen →

Wer in Deutschland ein Nakiri kaufen will, kommt an einem Solinger Hersteller kaum vorbei – und Wüsthof bringt mit der Classic-Serie sein bekanntestes Rezept erstmals konsequent auf die japanische Gemüseklinge: ein Stück Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl, computergesteuert geschliffen, ohne Schnickschnack. Die spannende Frage ist, ob das über Jahrzehnte bewährte Solinger Konzept auch bei einer Klingenform funktioniert, die eigentlich aus Japan stammt.

Klinge und Verarbeitung: Ein Stück Stahl, konsequent zu Ende gedacht

Die 17 cm lange Klinge besteht aus dem hauseigenen X50CrMoV15-Stahl und wird aus einem einzigen Stück geschmiedet – Klinge, Erl und Griffkern gehen nahtlos ineinander über. Der Kunststoffgriff ist ebenfalls fugenlos angebracht und mit einer Griffmulde versehen, die auch bei nassen Händen sicheren Halt gibt. Mit 178 g liegt das Nakiri spürbar leichter in der Hand, als man bei einem Solinger Vollmetallmesser erwarten würde – die Balance liegt nah am Übergang von Klinge zu Griff, was präzises Führen über der Brettkante erleichtert.

Anders als bei geschmiedeten Kochmessern verzichtet Wüsthof beim Classic Nakiri bewusst auf eine sichtbare Kropfzwinge; die Klinge geht gerade in den Griff über. Das ist bei diesem Klingentyp Standard und kein Zeichen einfacherer Verarbeitung – die Übergänge sind sauber verschliffen, nirgends spürt man eine Kante oder einen Grat.

Im Detail: Kullenschliff, Härte und der typische Nakiri-Schnitt

Wüsthof härtet die Klinge auf 58 (±1) HRC und schleift sie im hauseigenen PEtec-Verfahren lasergesteuert auf rund 14° pro Seite – ein für europäische Verhältnisse sehr feiner Winkel, der die Klinge werksseitig bereits rasiermesserscharf macht. Die Kullen entlang der Wate, kleine ovale Vertiefungen, sorgen dafür, dass feuchtes Schnittgut wie Kartoffeln oder Rote Bete nicht an der Flanke kleben bleibt, sondern beim Schneiden kleine Luftpolster bildet.

Die gerade Schneide ist das entscheidende Merkmal jedes Nakiri – und beim Wüsthof zeigt sich, warum das kein Kompromiss, sondern das eigentliche Konzept ist. Statt zu wiegen wie bei einem Kochmesser, führst du die Klinge senkrecht nach unten durch das Schnittgut: ein sauberer Chop-Schnitt statt Wiegeschnitt, bei dem die komplette Klingenlänge in einer Bewegung durchs Gemüse geht. Bei Möhren, Lauch oder Kohl liegt genau darin der Vorteil – die breite, flache Klinge schneidet exakt bis zum Brett durch, ohne dass die Spitze absinkt oder anstoßen muss.

Wie schlägt sich das Wüsthof Nakiri bei Kartoffeln und Rote Bete?

Sehr gut: Der Kullenschliff verhindert zuverlässig, dass stärkehaltiges oder färbendes Gemüse an der Klinge festklebt, und die 14°-Werksschärfe zieht selbst durch rohe Rote Bete ohne Druck. In der Praxis bleibt die Schnittfläche glatt, die Scheiben lösen sich einzeln vom Klingenblatt statt in einem Klumpen zusammenzukleben – ein Detail, das beim täglichen Kochen einen echten Unterschied macht.

Pflege und Schärfen: Robuster Stahl, unkomplizierte Handhabung

Bei 58 HRC bewegt sich das Wüsthof im moderaten Härtebereich – ein klassischer Wetzstahl darf hier regelmäßig zum Einsatz kommen, um die Schneide zwischen den Schärfgängen aufzurichten. Zum eigentlichen Nachschärfen reicht ein mittlerer Wasserstein mit 1000er Körnung, zur Politur der Schneide zusätzlich 3000er oder feiner. Wie sich Winkel und Körnung konkret auswirken, lässt sich gefahrlos im Schärf-Trainer durchspielen, bevor du das gute Stück tatsächlich über den Stein ziehst. Der nahtlose Kunststoffgriff verträgt Feuchtigkeit gut, für Schneide und Klingenglanz bleibt Handwäsche aber die schonendere Wahl als der Geschirrspüler.

Für wen geeignet?

Das Wüsthof Classic Nakiri ist die richtige Wahl für alle, die viel Gemüse verarbeiten, Solinger Schmiedequalität schätzen und bereit sind, dafür den höchsten Preis in diesem Nakiri & Gemüsemesser-Vergleich zu zahlen. Wer nur gelegentlich zum Gemüsemesser greift oder ohnehin ein Allroundmesser fürs Fleisch sucht, ist mit einem günstigeren Modell aus diesem Vergleich besser bedient – die Stärken des Classic Nakiri entfalten sich erst bei täglicher Nutzung.

Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Nakiris-Ranking.

Datenblatt

Technische Daten: Classic Nakiri 17 cm

Klingenlänge17 cm
StahlX50CrMoV15, Chrom-Molybdän-Vanadium, aus einem Stück geschmiedet
Härte58 (±1) HRC
Schliffbeidseitig, ca. 14° pro Seite (PEtec), mit Kullenschliff
Griffnahtloser Kunststoffgriff mit Griffmulde
Gewicht178 g
HerkunftSolingen, Deutschland
PflegeHandwäsche empfohlen, Kunststoffgriff feuchtigkeitsunempfindlich
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
9.6
Leistung
9.3
Handhabung
9.1
Preis-Leistung
8.3

Vorteile

  • X50CrMoV15 ist zäh und lässt sich auch von Schärf-Einsteigern gut nachschärfen
  • Kullenschliff verhindert zuverlässig, dass Kartoffeln oder Rote Bete an der Klinge kleben
  • Aus einem Stück geschmiedet, nahtloser Griff – kein Spalt, in dem sich Feuchtigkeit sammelt
  • PEtec-Präzisionsschliff mit ca. 14° pro Seite macht die Klinge ab Werk rasiermesserscharf

Nachteile

  • Mit rund 108 € das teuerste Nakiri in diesem Vergleich
  • 58 HRC hält die Schärfe kürzer als die härteren Japan-Stähle im Vergleich – dafür unempfindlicher gegen Ausbrüche
  • Schlichter Kunststoffgriff ohne die optische Eleganz von Pakkaholz-Modellen
Im Vergleich

Classic Nakiri 17 cm im Vergleich

Classic Nakiri 17 cmClassic Nakiri 17 cmWasabi Black Nakiri 16,5 cmWasabi Black Nakiri 16,5 cmGourmet Nakiri 17 cmGourmet Nakiri 17 cm
Gesamtwertung9.4/108.8/108.5/10
Preis108,29 €49,00 €39,99 €
Verarbeitung9.68.88.3
Leistung9.38.78.4
Handhabung9.18.98.7
Preis-Leistung8.39.19.3
TypNakiriNakiriNakiri
Dieses ModellAnsehen →Ansehen →
Unser Fazit

Fazit

Das Wüsthof Classic Nakiri ist die solide, langlebige Wahl für alle, die ein Solinger Markenmesser mit nachvollziehbarer Fertigung wollen und regelmäßig Gemüse schneiden. Wer nur sporadisch kocht oder ein knapperes Budget hat, bekommt in diesem Vergleich für weniger Geld ebenfalls scharfe Klingen – zahlt dafür aber mit Abstrichen bei Verarbeitung oder Herkunft.

Zum besten Preis bei Amazon →

Zuletzt geprüft: 10.7.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Testmethodik

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Classic Nakiri 17 cm

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Classic Nakiri 17 cm.

Ist das Wüsthof Classic Nakiri spülmaschinenfest?

Der nahtlose Kunststoffgriff verträgt Feuchtigkeit gut, für Schneide und Klingenglanz bleibt Handwäsche aber die schonendere Wahl. Reinigerchemie und Korbkontakt setzen der feinen 14°-Schneide auf Dauer zu und stumpfen sie schneller ab als eine Wäsche von Hand.

Was unterscheidet ein Nakiri von einem Santoku?

Das Nakiri hat eine gerade Schneide für den senkrechten Chop-Schnitt, das Santoku eine leicht gebogene für den Wiegeschnitt. Beide sind Gemüsespezialisten; das Nakiri schneidet exakt bis zum Brett durch, das Santoku lässt sich klassisch wiegen.

Wie schärfe ich das Wüsthof Classic Nakiri richtig?

Ein Wasserstein mit 1000er Körnung reicht für die Grundschärfe, 3000er oder feiner für die Politur. Zwischen den Schärfgängen darfst du bei 58 HRC auch einen klassischen Stahl-Wetzstahl nutzen, um die Schneide aufzurichten.

Gibt es einen Nakiri-Test der Stiftung Warentest?

Nein. Die Stiftung Warentest hat seit 2014 keine Kochmesser mehr geprüft und Nakiris nie eigenständig getestet. Orientierung liefern aktuell Fachredaktionen – in unserem Vergleich führt das Wüsthof Classic Nakiri das Feld an.