Nakiri 17 cm
Kitory · Nakiri

Nakiri 17 cm

★★★★☆8,0/10 RedaktionswertungWie wir bewerten17 cm, Edelstahl (Herstellerangabe deutscher Stahl)
✓ Redaktionell geprüftBewertet von Seydhan Cakmak (Gründer & Chef-Redakteur) · 13.7.2026

Das Kitory Nakiri überzeugt in der Praxis mit sauberer Werksschärfe, gutem Griffgefühl und praktischem Zubehör – nur bei der Nachvollziehbarkeit der Stahlqualität bleibt es vage. Wer diesen Kompromiss akzeptiert, bekommt für rund 35 Euro ein solides Alltagsmesser; wer Wert auf dokumentierte Stahlwerte legt, sollte gezielt zu einer Marke mit offener Materialangabe greifen.

Als deutscher Edelstahl beworbenPakkaholzgriffKlingenschutz im LieferumfangGeschenkbox
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Kurz & knapp8.0/10

Das Kitory Nakiri bietet im Nakiri-Messer-Test 2026 einen Pakkaholzgriff, Klingenschutz und Geschenkbox für rund 35 Euro. Der Hersteller bewirbt die Klinge als deutschen Edelstahl, ohne die genaue Legierung zu nennen – die Werksschärfe überzeugt trotzdem, nur die Nachvollziehbarkeit bleibt auf der Strecke.

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Kitory bewirbt seine Klinge als deutschen Edelstahl, verrät aber weder Legierung noch Härtegrad – ein Marketingbegriff, der bei chinesischen Amazon-Marken gerne verwendet wird, ohne dass er sich immer eins zu eins nachprüfen lässt. Statt sich davon abschrecken zu lassen, lohnt der nüchterne Blick auf das, was tatsächlich in der Verpackung liegt: eine 17 cm lange Klinge, ein Pakkaholzgriff und praktisches Zubehör für unter 35 Euro.

Klinge und Verarbeitung: Mehr Zubehör als der Preis vermuten lässt

Die Klinge trägt laut Kitory eine hochwertige, dem deutschen Vorbild nachempfundene Edelstahllegierung – eine konkrete Bezeichnung wie X50CrMoV15 oder eine HRC-Zahl liefert der Hersteller nicht mit. Das schmälert die Nachvollziehbarkeit, sagt aber wenig über die tatsächliche Alltagstauglichkeit aus. Der Griff besteht aus Pakkaholz, einem mit Kunstharz verpressten Holzverbund, der optisch an Naturholz erinnert, aber deutlich unempfindlicher gegen Feuchtigkeit ist. Im Lieferumfang liegen zusätzlich ein Klingenschutz aus stabilem Kunststoff und eine Geschenkbox bei – zwei Details, die man in dieser Preisklasse selten in Kombination findet.

Die Verarbeitung wirkt insgesamt solide: Die Wate ist gleichmäßig ausgeschliffen, der Übergang zum Griff sauber vernietet. Im direkten Vergleich mit Markenherstellern wie Zwilling fällt das Finish minimal einfacher aus, für den Preis ist das aber ein fairer Kompromiss.

Im Detail: Werksschärfe trifft auf gerade Klingenform

Ab Werk ist die Klinge angenehm scharf geschliffen: Tomaten geben ohne Druck nach, Zwiebeln lassen sich in gleichmäßige Ringe schneiden, ohne dass Schichten aneinanderkleben. Wie jedes Nakiri hat auch das Kitory eine gerade Schneide ohne Wiegepunkt – du führst die Klinge senkrecht durchs Schnittgut, statt zu wiegen wie bei einem klassischen Kochmesser. Bei Kohl, Lauch und Möhren zahlt sich das im sauberen, geraden Schnittbild aus, gerade wenn viel Gemüse in kurzer Zeit verarbeitet werden muss. Bei hartem Wurzelgemüse wie ganzen Kürbissen braucht es etwas mehr Kraftaufwand, weil die genaue Klingenstärke und -härte nicht dokumentiert sind.

Hält die Kitory-Klinge, was der Begriff deutscher Edelstahl verspricht?

Nur bedingt: Die Bezeichnung beschreibt eher eine Stahlkategorie im Stil bekannter deutscher Chef-Stähle als eine tatsächlich in Deutschland gefertigte Legierung. Für die reine Schnittleistung im Alltag macht das kaum einen Unterschied, für die langfristige Schnitthaltigkeit im Vergleich zu dokumentierten Stählen wie X50CrMoV15 fehlt aber die Vergleichbarkeit. Käufer, die primär eine funktionierende, scharfe Klinge zum fairen Preis suchen, werden trotzdem zufrieden sein; wer Wert auf lückenlose Materialtransparenz legt, sollte die Angabe kritisch einordnen. Ähnlich handhaben es einige andere Amazon-Marken in diesem Segment – ein Grund mehr, bei fehlenden Herstellerangaben eher konservativ zu schärfen und die Klinge nicht mit unnötig grobem Werkzeug zu belasten.

Pflege und Schärfen: Pakkaholz verzeiht mehr als Naturholz

Der Pakkaholzgriff ist robuster gegenüber Feuchtigkeit als reines Massivholz, gehört aber trotzdem nicht in die Spülmaschine – Lauge und Korbkontakt setzen sowohl Griff als auch Schneide zu. Zum Nachschärfen reicht ein Wasserstein mit 1000er Körnung für die Grundschärfe, feinere Körnungen für die Politur; da der Härtegrad unbekannt ist, würde ich zum Aufrichten zwischen den Schärfgängen eher zu einem Keramikstab als zu einem harten Stahl-Wetzstahl greifen. Wer noch unsicher ist, ob ein Nakiri überhaupt zur eigenen Kochroutine passt, findet im Messer-Finder eine schnelle Orientierung.

Für wen geeignet?

Das Kitory Nakiri eignet sich für alle, die im Nakiri & Gemüsemesser-Vergleich ein gut ausgestattetes Alltagsmesser mit Klingenschutz und Geschenkbox suchen, ohne auf lückenlose Materialtransparenz zu bestehen. Wer dagegen eine dokumentierte Stahllegierung und eine Marke mit längerer Historie will, greift besser zu einem der etablierten Hersteller in diesem Vergleich.

Alle Top-Modelle der Klasse stehen im Nakiris-Ranking.

Datenblatt

Technische Daten: Nakiri 17 cm

Klingenlänge17 cm
Stahlvon Kitory als hochwertiger deutscher Edelstahl beworben, genaue Legierung nicht spezifiziert
Schliffbeidseitig, gerade Nakiri-Form
GriffPakkaholz, ergonomisch geformt
ZubehörKlingenschutz und Geschenkbox im Lieferumfang
HerkunftHerstellerangabe ohne Werksstandort
PflegeHandwäsche Pflicht, nach Gebrauch sofort trocknen
Im Detail bewertet

Bewertung im Detail

Verarbeitung
7.7
Leistung
7.9
Handhabung
8.1
Preis-Leistung
8.6

Vorteile

  • Klingenschutz aus Kunststoff schützt Schneide und Schublade gleichermaßen – bei diesem Preis nicht selbstverständlich
  • Pakkaholzgriff wirkt hochwertiger als reiner Kunststoff und liegt trotzdem feuchtigkeitsunempfindlich in der Hand
  • Werksschärfe überzeugt direkt aus der Verpackung, ohne Nachschleifen nötig
  • Geschenkbox macht das Messer auch als Präsent für Koch-Fans attraktiv

Nachteile

  • Die Bezeichnung deutscher Edelstahl bleibt vage – eine konkrete Legierungsnummer oder ein Härtegrad fehlen
  • Kitory ist eine reine Online-Marke ohne stationären Service oder lange Firmenhistorie
  • Keine Herkunftsangabe zum Fertigungsstandort, anders als bei Solinger oder Seki-Herstellern
Im Vergleich

Nakiri 17 cm im Vergleich

Nakiri 17 cmNakiri 17 cmClassic Nakiri 17 cmClassic Nakiri 17 cm4000FC Nakiri 170 mm4000FC Nakiri 170 mm
Gesamtwertung8.0/109.4/109.2/10
Preis34,99 €93,89 €142,00 €
Verarbeitung7.79.69.4
Leistung7.99.39.2
Handhabung8.19.19.0
Preis-Leistung8.68.37.8
TypNakiriNakiriNakiri
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Unser Fazit

Fazit

Das Kitory Nakiri überzeugt in der Praxis mit sauberer Werksschärfe, gutem Griffgefühl und praktischem Zubehör – nur bei der Nachvollziehbarkeit der Stahlqualität bleibt es vage. Wer diesen Kompromiss akzeptiert, bekommt für rund 35 Euro ein solides Alltagsmesser; wer Wert auf dokumentierte Stahlwerte legt, sollte gezielt zu einer Marke mit offener Materialangabe greifen.

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Zuletzt geprüft: 13.7.2026· Redaktionelle Bewertung nach unserer Testmethodik

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Nakiri 17 cm

Kurze, klare Antworten rund um Kauf, Nutzung und Pflege von Nakiri 17 cm.

Ist der deutsche Edelstahl beim Kitory Nakiri wirklich aus Deutschland?

Kitory bewirbt die Klinge als hochwertigen deutschen Edelstahl, nennt aber weder Legierungsbezeichnung noch Fertigungsstandort. Wahrscheinlicher ist eine chromreiche Stahlrezeptur nach deutschem Vorbild, gefertigt in Fernost – eine unabhängige Bestätigung der Herkunft gibt es nicht.

Wofür ist der mitgelieferte Klingenschutz gut?

Der Kunststoff-Klingenschutz verhindert, dass die Schneide in der Schublade stumpf wird oder andere Messer verkratzt. Praktisch auch beim Transport, etwa mit auf Reisen oder ins Ferienhaus, wo kein sicherer Messerblock zur Verfügung steht.

Darf das Kitory Nakiri in die Spülmaschine?

Nein. Der Pakkaholzgriff und die unbekannte Stahllegierung vertragen Spülmaschinenlauge und Korbkontakt schlecht. Handwäsche mit warmem Wasser und sofortiges Abtrocknen erhalten Schärfe und Optik deutlich länger.

Wie schärfe ich das Nakiri am besten nach?

Ein Wasserstein mit 1000er Körnung bringt die Grundschärfe zurück, 3000er oder feiner poliert die Schneide. Da der Härtegrad nicht dokumentiert ist, eignet sich zum Aufrichten zwischen den Schärfgängen ein Keramikstab besser als ein grober Stahl-Wetzstahl.